Tradition * Innovation * Fortschritt

Norm-Schneckengetriebe

Norm-Schneckengetriebe haben sich über Jahrzehnten hinweg in vielen Maschinen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bestens bewährt.


Folgende Merkmale zeichnen unsere Norm-Schnecken-
getriebe aus:

  • 6 Baugrößen: Achsabstand 40, 50, 63, 80, 100 und 125
  • 10 Untersetzungen, mathematisch genau:
    6,75; 9; 12; 14; 19; 29; 39; 52; 62 und 82:1
  • Dauerabtriebsdrehmoment: Bandbreite von 19 bis 1100 Nm
  • Ausführung nach ATEX verfügbar

Die ATLANTA Norm-Schneckengetriebe lassen sich mit Ihren 28 Befestigungs‑ und Gewindebohrungen in allen Einbaulagen ohne weitere Vorbereitungsarbeiten direkt montieren. Das Grundgetriebe mit Antriebswellen-Stum- mel oder mit Antriebs-Hohlwelle ist jeweils in 24 verschiedenen Möglichkeiten montierbar, siehe Montagemöglichkeit

 

Bei den Achsabständen, den Übersetzungen und den Verzahnungen haben wir die Norm nach DIN 3975/76 gewählt. Geschliffene, rechtssteigende Schnecken, zusammen mit Schneckenrädern aus Spezial-Schnecken- bronze und der vorgesehenen Ölbadschmierung, ergeben einen guten Wirkungsgrad, einen ruhigen Lauf in beiden Drehrichtungen und eine lange Lebensdauer. Das Leichtmetallgehäuse mit starker Verrippung sorgt für rasche Wärmeableitung. Die eingebaute Rillen‑ und Schrägschulter bzw. Kegelrollenlager sind mit einer Lebensdauer‑ Fettschmierung versehen und so abgedichtet,daß der Zutritt von Schmutz in jeder Einbaulage, sowohl aus der Umgebung als auch vom Innenraum des Getriebes, verhindert wird.

Die Schmierung erfolgt durch handelsübliches synthetisches Getriebeöl, nicht mischbar mit Mineralölen. Unter normalen Bedingungen ist das Getriebe wartungsfrei. Bei Dauerbelastung im oberen Bereich der angegebenen Leistungen empfiehlt sich ein Ölwechsel im 2jährigen Turnus.

Als synthetischen Getriebeschmierstoff empfehlen wir Klübersynth GH 6-220, Bestell-Nr. 65 90 010 (1 Liter)

 

 

 

 

Selbsthemmung von Schneckengetrieben

Voraussetzung für Selbsthemmung ist ein kleiner Verzahnungs‑Steigungswinkel an der Schnecke und damit ein Wirkungsgrad bei treibender Schnecke η ≤ 0,5. Selbsthemmende Getriebe sind deshalb in der Regel unwirtschaftlich bei höheren Leistungen und längerer Betriebsdauer. Im Stillstand selbsthemmend ist ein Schneckengetriebe, wenn ein Anlaufen aus dem Stillstand bei treibendem Schneckenrad nicht möglich ist. Bei Radsätzen und Getrieben ist dies der Fall, wenn der Steigungswinkel < 5° ist. Aus dem Lauf selbsthemmend ist ein Schnecken- getriebe, wenn beim laufenden Getriebe und treibendem Schneckenrad das Getriebe zum Stillstand kommt.
Dies ist nur mit großen Übersetzungen im Bereich sehr niedriger Drehzahlen möglich. Erschütterungen können die Selbsthemmung aufheben! Eine selbsthemmende Verzahnung kann daher eine Bremse oder Rücklaufsperre nicht ersetzen. Um eine Überbeanspruchung des Schneckentriebes zu verhindern, ist ferner darauf zu achten, daß bei sehr großer kinetischer Energie nach dem Abschalten des Antriebes eine ausreichende Auslaufzeit zur Verfügung steht.